©Naturfreundehaus Rahnenhof

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Naturfreundehaus Rahnenhof


„Naturfreunde haben, obwohl es den Begriff Nachhaltigkeit so noch nicht gab, schon immer entsprechend gelebt.“ Für Stephan Schenk, Hüttenwart und Geschäftsführer des Rahnenhofs, liegt dies quasi in der Natur der Sache. War doch bei der Gründung der Organisation 1895 in Wien ein Grundgedanke, den Arbeitern freien Zugang zur Natur zu erkämpfen. Die ursprüngliche soziale Dimension – Erholung für Arbeiter mit Zwölf-Stunden-Tag – spiegelt sich heute darin, dass das Naturfreundehaus eine offiziell anerkannte Familienferienstätte ist. Die Orientierung mit Blick auf Natur- und Umweltschutz ergänzt dies.

„Wir sind kein Hotel, wir sind einfach ein Naturfreundehaus“, hebt Schenk mit einem Schmunzeln auf die „ganz andere Atmosphäre, in der zum Beispiel jeder gnadenlos geduzt werde“ ab. Insgesamt 44 Zimmer, mit eins bis vier Betten, stehen zur Verfügung. Der Schwerpunkt liegt auf dem Urlaub für Familien und Freizeiten für Gruppen, zudem ist das Haus ein Wanderstützpunkt. Viele Organisationen nutzen den Rahnenhof auch als Seminarstätte. „Wir sind keine Missionare, wollen aber immer kleine Signale in Richtung Nachhaltigkeit geben“, betont der Leiter des Rahnenhofes. So versucht man ein bis zwei Tage pro Woche fast ausschließlich vegetarische oder vegane Küche anzubieten.

Das Naturfreundehaus ist seit dem Jahr 2005 Partnerbetrieb des Unesco-Biosphärenreservats Pfälzerwald-Nordvogesen. Vertraglich hat man sich verpflichtet, überwiegend frische, regionale Produkte einzusetzen, die aus Bioland- oder Demeter-zertifizierten Betrieben kommen. Brot und Brötchen bezieht man zum Beispiel vom Kleinsägmühlerhof in Altleiningen, den die Lebenshilfe Bad Dürkheim als Demeterbetrieb betreibt. Vorbild will man auch in Sachen Energieeffizienz sein. Schon 1993 wurde beispielsweise Solarthermie für Brauchwasser eingeführt. Pelletheizung, Dachdämmung, neue Fensterfronten und vieles mehr kommen in einem stetigen Prozess hinzu. „All diese Maßnahmen sind zudem ja auch betriebswirtschaftlich sinnvoll“, beschreibt Schenk den doppelten Nutzen.

Dass der Rahnenhof nun auch Partnerbetrieb "Nachhaltiges Reiseziel - Deutsche Weinstraße" sei, ist für Schenk nur konsequent. Zum einen, weil man damit Teil eines wachsenden Netzwerkes „ähnlich tickender Partner ist“. Zum anderen, weil es gut sei, die Region in Richtung sanften Tourismus zu entwickeln. „Ich wünsche mir, dass das Netzwerk eine Stimme bekommt, die auch in der Politik Widerhall findet“, erklärt Schenk. Seine Vision ist es, dass sich unter dem Dach der Marke Pfalz ein Signal „Wenn Du da hinfährst, hast Du diese Qualität“ entwickelt. Für den Rahnenhof setzt er sich die weitere energetische Sanierung und den Ausbau einer Infrastruktur für E-Mobilität als Ziel. Nicht zuletzt gehe es darum, wie man in der Gastronomie mit Personal umgehe. Der Fachkräftemangel sei zum Teil auch hausgemacht, will sich Schenk für eine „ordentliche Bezahlung“ in diesem Bereich einsetzen.


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©M. Dostal

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Kontakt & Anschrift


Naturfreundehaus Rahnenhof
Hintergasse 13
67316 Carlsberg-Hertlingshausen

Tel.: +496356 962 500
E-Mail: kontakt@naturfreundehaus-rahnenhof.de

Website: www.naturfreundehaus-rahnenhof.de