Zertifizierung " Nachhaltiges Reiseziel- Deutsche Weinstraße"

Aktuell werden Themen wie Klimaschutz, Insektensterben und CO2-Reduktion intensiv in der Öffentlichkeit diskutiert. Dabei wird auch immer wieder die Nachhaltigkeit beziehungsweise die nachhaltige Entwicklung der Regionen genannt.

Warum wollen wir uns als Region zertifizieren lassen?

Mit der Zertifizierung "Nachhaltiges Reiseziel - Deutsche Weinstraße" bekennen sich die beiden Tourismusverbände Südliche Weinstraße e.V. und Deutsche Weinstraße -Mittelhaardt- e.V., zu ihrer Verantwortung für einen Nachhaltigen Tourismus und wollen sich gemeinsam mit den Leistungsträgern vor Ort zukunftsfähig weiterentwickeln.

Die mehrstufige Destinationszertifizierung "Nachhaltiges Reiseziel" ist die erste Zertifizierung im deutschsprachigen Raum, die eine Destination als Ganzes betrachtet und alle touristischen Anbieter vor Ort mit einbindet. Während des Zertifizierungsprozesses werden alle drei Aspekte der Nachhaltigkeit - die ökonomischen, ökologischen und sozialen - überprüft und ein Verbesserungsprogramm erarbeitet. Das Qualitätssiegel "Nachhaltiges Reiseziel" wird von der Beratungs- und Zertifizierungsorganisation TourCert gGmbH aus Stuttgart verliehen, welche eine anerkannte Zertifizierungsorganisation mit dem Schwerpunkt Tourismus und weltweit tätig ist. Nach einem erfolgreich abgeschlossenen Zertifizierungsprozess erhält die Region die Auszeichnung "Nachhaltiges Reiseziel" und kann sich damit im nationalen und internationalen Wettbewerb klar positionieren und potenzielle Gäste, die ihren Urlaub nachhaltiger gestalten wollen, können sich an dieser Auszeichnung orientieren.

Was passiert bei dem TourCert-Zertifizierungsprozess?

Die Destinationszertifizierung "Nachhaltiges Reiseziel" von TourCert bietet Tourismusdestinationen ein konkretes Verfahren zur kontinuierlichen, nachhaltigen Ausrichtung der Region. Dabei liegt die Durchführung des Zertifizierungsprozesses federführend in den Händen der zentralen Anlaufstelle des Tourismus vor Ort, der sogenannten Destinationsmanagement-Organisation (DMO). Im Rahmen der Zertifizierung prüft die DMO die aktuelle Situation der Destination in Bezug auf Nachhaltigkeit, ermittelt Potenziale sowie Positionierungschancen und arbeitet konkrete Ansätze zur Umsetzung von Nachhaltigkeitsaspekten aus. Die Gutachter von TourCert prüfen die Kriterien im Rahmen eines Audits, die endgültige Entscheidung trifft allerdings der TourCert-Zertifizierungsrat. Nach erfolgreicher Zertifizierung erhält die DMO das Siegel "Nachhaltiges Reiseziel" und die teilnehmenden Leistungsträger erhalten eine Kennzeichnung als Partnerbetrieb des nachhaltigen Reiseziels.

Vernetzung und Beteiligung

Nachhaltiger Tourismus funktioniert nur als ganzheitliches System Nachhaltigkeit in einem Reiseziel kann allerdings erst dann erfolgreich sein, wenn es zu einem Gemeinschaftswerk der koordinierenden Organisation und der teilnehmenden Leistungsträger wird, die durch eine Vereinbarung in einem Netzwerk zu Partnerbetrieben des Nachhaltigkeitsprozesses werden.

Wer kann teilnehmen?

Weinbau-, Hotellerie- und Gastronomiebetriebe sowie Direktvermarkter und Freizeiteinrichtungen, die in den Landkreisen Bad Dürkheim/Südliche Weinstraße sowie den kreisfreien Städten Landau und Neustadt a. d. Wstr. ansässig sind und ihren Betrieb nachhaltig gestalten wollen oder idealerweise bereits schon über eine Nachhaltigkeitszertifizierung verfügen. Sie alle können sich an dem Zertifizierungsprozess "Nachhaltiges Reiseziel - Deutsche Weinstraße" beteiligen und eine nachhaltige Entwicklung in der Region mit vorantreiben.

Aktuelles

Neuer Förderrahmen FöNa Wein

Antrag auf Unterstützung der Zertifizierung zur Verstärkung der betrieblichen Nachhaltigkeit von Weinbaubetrieben in Rheinland-Pfalz (FöNaWein)

Das rheinland-pfälzische Wirtschaftsministerium hat einen neuen Förderrahmen für mehr Nachhaltigkeit im Weinbau aufgelegt. Kleine und Kleinstbetriebe können demnach eine Unterstützung von bis zu 3.000 Euro erhalten, wenn sie eine Zertifizierung zur betrieblichen Nachhaltigkeit durchlaufen.

Das Ziel ist, Weinbaubetriebe dabei zu unterstützen, eine Zertifizierung jenseits des Bio-Siegels zu erwerben. Im Gegensatz zu diesem geht es bei dem Zertifikat neben Umweltbelangen auch um soziale sowie ökonomische Aspekte. Es sollen Winzerinnen und Winzer angesprochen werden, die ihren Betrieb in ökologischer, sozialer und ökonomischer Hinsicht nachhaltig gestalten wollen oder dies bereits tun. Dazu gehören sowohl Klima- und Ressourcenschutz, faire Arbeitsbedingungen, soziales Engagement und ein solider Finanz- und Wirtschaftsplan. Eine betriebswirtschaftliche Beratung ist ebenfalls vorgesehen.

Die Förderung erhalten Weinbaubetriebe, die sich beispielsweise durch die bestehenden Anbieter "Fair Choice" oder "Fair and Green" zertifizieren lassen. Auch andere Anbieter sind prinzipiell möglich. Den Antrag zur Zertifizierungsförderung (FöNaWein) finden Sie unter www.nachhaltigkeit.rlp.de https://mwvlw.rlp.de/de/themen/wirtschafts-und-innovationspolitik/nachhaltigkeit/antrag-foenawein/. 

Gefördert werden sollen Klein- und Kleinstbetriebe mit einem Zuschuss in Höhe von bis zu 3.000 Euro. Zuwendungsfähig sind die Ausgaben für die Zertifikatserteilung sowie die Kosten für Beratung. Antragsberechtigt sind Klein- und Kleinstunternehmen mit Sitz in Rheinland-Pfalz.

Klein- und Kleinstunternehmen sind Betriebe, die bis zu 10 ha Rebfläche bewirtschaften oder eine Weinmenge (Flaschenvertrieb) von bis zu 70.000 Litern produzieren.

 

Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

MINISTERIUM FÜR WIRTSCHAFT, VERKEHR,

LANDWIRTSCHAFT UND WEINBAU

RHEINLAND-PFALZ