Was Inhaber Klaus Schlosser hier innerhalb von nur drei Jahren Bauzeit entstehen ließ ist in der Region einzigartig und mit nichts Nahestehendem vergleichbar. Der gelernte Gärtnermeister hat sich damit einen Traum verwirklicht und sein Interesse für Natur, Pflanzen, Genießen und Historie auf einer Fläche von 6000 m² zu einer komplexen Einheit verschmolzen, die jeden Besucher sofort fesselt und in ihren Bann zieht.

Lange Zeit hielt die Klostermühle einen Dornröschenschlaf – die Gebäude, die sich auf dem Gelände befanden waren baufällig, der Boden lag brach - bis Schlosser diesen Teil des 1262 gegründeten Zisterzienserklosters Heilsbruck zu neuem Leben erweckte. Dabei ist es ihm unter Erhalt historischer Bauteile in geschickter Kombination mit modernen Elementen gelungen eine  bemerkenswerte Symbiose von Vergangenheit und Gegenwart zu schaffen, die auch für ihren Standort Edenkoben eine attraktive Bereicherung darstellt, und dazu beiträgt Jahr für Jahr mehr Besucher in die weinfrohe Stadt zu locken. Klaus Schlosser hat das kleine Paradies am Haardtrand nämlich nicht nur für sich alleine aufgebaut, sondern ist mit unterschiedlichsten Angeboten bemüht möglichst viele Gäste an seinem Glück teilhaben zu lassen.

In einem modern ausgestatteten Küchenraum bietet der Koch-Autodidakt Kurse, teils von Gastdozenten geleitet, an, bei denen Teilnehmer u. a. lernen nach alten überlieferten Rezepturen Speisen zuzubereiten, die es sonst in der Frische wohl nirgends zu genießen gibt. Das Besondere daran ist nämlich, dass viele Zutaten, die zur Verarbeitung gelangen vorher gemeinsam geerntet werden und direkt aus dem zugehörigen, sich rings um das Hauptgebäude ziehenden Kräutergarten stammen. Den hat Schlosser nach alten Originalplänen genau so angelegt, wie er schon zu Zeiten Karls des Großen allen Klöstern innerhalb seines Reiches vorgeschrieben war, und der mit seiner Vielfalt an Gemüse-, Obst- und Heilpflanzen die Selbstversorgung der Mönche und Nonnen garantieren sollte. Neben einem umfangreichen Beerensortiment finden sich hier auch viele vergessen geglaubte Gemüsearten, wie beispielsweise der äußerst nahrhafte Haferwurz, der erst mit dem Aufkommen der Kartoffel in Europa seine Bedeutung verlor, Krautgewächse wie die Zitronenverbene, Gewürzpflanzen wie  Rosmarin und Thymian und, schwerpunktmäßig, der vielseitig verwertbare Lavendel, vom dem sich alleine vierzig verschiedene Sorten entdecken lassen.

In der hauseigenen Kräutermanufaktur stellt Klaus Schlosser daraus u. a. Öle, Tee, Duftwasser und Sirup her, aus dem sich, z. B. mit Secco vermischt, ein herrlich erfrischendes Sommergetränk gewinnen lässt. Lavendel lässt sich auch wunderbar als Heilmittel, z. B. bei Brandwunden, oder als natürliche Substanz zur Förderung der Entspannung, einsetzen. Schlosser, der sich in vielen Lehrgängen in Naturheilkunde und Ernährungslehre schulen ließ, empfiehlt auch gerne eine Lavendel-Aromatherapie, die ganzheitliches Wohlbefinden erzielen soll. Aber nicht nur gemeinsames Kochen und Essen, sowie das Genießen von unbeschreiblichen Düften, lassen einen Besuch in der Klostermühle zum Erlebnis werden.

Lavendel ist die große Leidenschaft von Klaus Schlosser. Er kultivert über 40 Arten. ©Thomas Kujat

Lavendel ist die große Leidenschaft von Klaus Schlosser. Er kultivert über 40 Arten. ©Thomas Kujat

Es ist auch das Betrachten und Erforschen des ganz aus Naturmaterialien errichteten Hauptgebäudes mit seinen geschichtsträchtigen Bauteilen, seinem kleinen Turm oder der rund 120 m² großen Balkongalerie, von der aus es möglich ist den Blick ungehindert über das Haardtgebirge bis hinüber zum Schwarzwald schweifen zu lassen. Kurzzeitgästen, die sich beispielsweise im Rahmen von Familienfesten oder Firmen-Events in der Klostermühle aufhalten, bietet Schlosser außerdem Führungen durch das Anwesen mit seinen terrassenförmig angelegten Gärten, dem großzügig integrierten Teich, dem Gewächshauskomplex, in dem junge Pflanzen nachgezogen werden, oder dem Forum mitten im Garten, das noch mit Restbestand von Wänden der Original-Klostermühle teilumrahmt ist, an. Wer gerne länger hier bleiben möchte findet dazu in der angegliederten, gemütlich eingerichteten Ferienwohnung Gelegenheit.

Als besondere Höhepunkte im Veranstaltungskalender des Kräutergartens Klostermühle Edenkoben gelten aber die Lavendelfeste, die hier jeweils am letzten Juni- und ersten Juli-Wochenende eines jeden Jahres gefeiert werden, und an denen ca. 30 Aussteller ihre Accessoires und Naturwaren anbieten. Dazu gibt es Livemusik, Kräuter(pflanzen)verkauf, besondere Speisen und Weine, sowie Führungen, Vorträge, Seminare  und Vorführungen. Besucher können dabei direkt an der gläsernen Destille die Herstellung von verschiedenen Produkten beobachten. Mit der Kombination aus Wohlfühlen, Lernen, Selbermachen und Geselligkeit vermittelt Klaus Schlosser seinen Mitmenschen das, was ihn auch selbst antreibt immer wieder Neues zu schaffen, ohne den Blick auf das Gegenwärtige zu verlieren. Der Kräutergarten Klostermühle Edenkoben bietet den perfekten Rahmen dafür.

Villa Ludwigshöhe Edenkoben. ©Thomas Kujat

Villa Ludwigshöhe Edenkoben. ©Thomas Kujat

Kloster Heilsbruck Edenkoben ©Thomas Kujat

Kloster Heilsbruck Edenkoben ©Thomas Kujat