Geniessen, was das Land hergibt

 

Die Pfälzer sind verliebt ins Essen. Das macht sie zu glücklichen Geniessern und einem kompetenten Publikum. Benjamin Peifer und Bruno Robichon – der junge Pfälzer und der jung gebliebene Franzose – begeistern ihre Gäste täglich aufs Neue mit ihren Kreationen. So wie die vielen anderen, die in der Pfalz modern kochen oder traditionell – mit dem Besten, was das Land hergibt.

 

»Orleans meets Pfalz« schreibt der Guide Michelin über Bruno Robichon und seine Frau Hannelore, die seit 30 Jahren das Restaurant Robichon in Frankweiler führen. Der gebürtige Franzose, der nach Koch- und Konditorausbildung die Welt bereiste und in der Pfalz blieb, und die Pfälzerin, die freundlich und energisch den Service organisiert, ergänzen sich gut und arbeiten gerne zusammen. Er kocht klassische Französische Küche, alle Saucen, Terrinen und Sorbets sind selbst gemacht, häufig mit frischen Produkten aus der Region. Anderes kommt weiterhin aus Frankreich und inspiriert den Patron zu seinen regelmäßigen Spezialitätenwochen mit Trüffeln oder Meeresfrüchten. Service-Chefin Hannelore Robichon findet dazu die passende Begleitung aus der umfangreichen Weinkarte, die sie kompetent international zusammenstellt. Auch die Desserts sind kreativ und intuitiv. Zu den Klassikern wie Clafoutis, Ile Flottante und Crémet d’Anjou gibt es an heißen Tagen spontan etwas frisches mit Limetten. Die Tarte au Chocolat hingegen ist seit 30 Jahren auf der Karteund jeder Versuch, sie abzusetzen, ruft energischen Protest der Stammgäste hervor.

 

»Pfalz meets World« könnte man die Küche des Pfälzer Shootingstars Benjamin Peifer nennen und eines ist hier absolut verboten: Langeweile. Der Guide Michelin, der Peifer 2014 mit seinem ersten Stern ausgezeichnet hat, nennt das Urgestein in Neustadt »eine der kreativsten Küchen der Region«. Hier verkehren viele Stammgäste, die jedes neue Menü probieren wollen. Dem jungen Koch zeigen sie mehr als alle Auszeichnungen, dass er auf dem richtigen Weg ist. Fasziniert von guten Fischen, Frische und Qualität balanciert Produktfanatiker Peifer zwischen Leichtigkeit, Intensität und Individualität und setzt auf Fonds statt Saucen. Der Frische und Säure asiatischer Gerichte huldigt er mit Hauptgerichten wie dem Lamm serviert wie in Japan, Singapur, Thailand und Korea. Auch libanesischer Taboulé darf auf Peifers Teller und er genießt es, Profanes wie Minze, Petersilie, Zitrone und Zwiebel zu servieren, wenn nur alles sehr intensiv schmeckt. Im Urgestein treffen die Gäste auf freundlich-legeren Service, eine ausschließlich pfälzische Weinkarte voll erstklassiger Gewächse und klare Ansagen: Es gibt nur Menüs und nur tischweise, dafür wird aber jeder Gang auf einem individuellen, von der Keramikkünstlerin Ingrid Zinkgraf aus Leinsweiler angefertigten Teller serviert.

 

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